Mal metaphorisch gemeint, kann mensch doch eine Meinung zu Atomkraft haben, ohne Physikstudium oder einem kleinen Testatomreaktor im Garten.
Und genauso wie andere eine Meinung zu Atomkraftwerken haben ohne einen Atomkraftwerk im eignen Garten, habe ich eine zu Bildung ohne Kinder zu haben, zur Kirche ohne jemals einer angehört zu haben, zu dem Gender pay-gap ohne sicher zu sein, ob ich davon betroffen bin, oder oder oder.
Zu Sexismus habe ich auch eine Meinung, aber da brauch ich nicht vergewaltigt worden zu sein, um betroffen zu sein. Da reicht es mir schon, abschätzende Blicke auf meinem Körper zu haben, geschmacklose Sprüche in der Werbung zu sehen, von medienpräsenten Personen oder im eigenen Bekannten- und Kollegenkreis zu hören. Wir machen alle mal einen Scherz, der auch mal völlig daneben ist. Aber manches, was einige noch mit Achselzucken und Grinsen abtun, stößt bei mir schon auf Gegenwehr. Mich beschleicht das Selbe beklemmende Gefühl wie damals, als ich im Krankenzimmer des Kinderhortes lag und auf einmal ein Junge mit seinen Freunden im Raum stand. Er sich zu mir legte und, während ich mich immer weiter zur Wand drückte, drückte er sich an mich. Die anderen lachten und einer sagte, wenn ich schreie, wird es keiner hören, schließlich sind alle draußen beim Spielen. Ich wollte nicht wissen, was sie tun, wenn ich es trotzdem versuchen würde, ich presste die Augen zusammen und hoffte, sie würden wieder gehen. So geschah es auch.
Später in der Ausbildung und auch danach noch im Beruf gab es dann immer mal derbe Sprüche von Kollegen und auch wenn ich mich daran gewöhnte, weil es ja normal und irgendwie in Ordnung zu sein schien, gefielen sie mir nicht. Ich wollte nicht von Männern, die mindestens doppelt so alt waren wie ich, hören, dass so ein wenig mehr Fleisch auf den Rippen, so wie bei mir, doch richtig geil wär, so richtig schön zum Reingrabschen. Auch wenn es nicht um mich ging, regten mich Sprüche auf, die nur darauf abzielten, Frau zum Objekt zu degradieren, und mit einem Ernst und einem Ausdruck zu Tage gebracht wurden, der alle Beteuerungen, das sei doch nur Spaß, haha, Lügen strafte. Mit dem Argument wird ja seit jeher versucht, Geschmackslosigkeiten zu verharmlosen. Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich diesen Spruch schon hörte. Er rangiert in meiner Liste der dümmsten Dummheiten direkt neben "na die hat wohl ihre Tage" und "müsste mal wieder richtig durchgeknallt werden, die Alte".
Vielleicht schrillen inzwischen zu früh meine Glocken bei dem Verdacht auf Sexistische Äußerungen, aber insgesamt muss ich sagen: Ich hab die Schnauze voll davon. Ich will es nicht mehr hören. Ich find das in keinster Weise witzig und ich weiß inzwischen, ich bin da nicht die einzige und dass es wirklich nicht in Ordnung ist, nur weil der Großteil lacht. Der Großteil fühlt sich damit vielleicht wohl, ich aber nicht und an dem Punkt entscheide ich für mich, wegen anstößiger Werbung Beschwerde beim Werberat einzureichen, andere auf den sexitischen Inhalt ihrer Äußerungen hinzuweisen und drüber nachzudenken, was ich eigentlich alles für Äußerungen von mir gebe, den ganzen Tag. Denn soviel Selbstreflexion biet ich dann doch auf, dass genug von dem was ich sag, auch nicht so ganz in Ordnung ist und den ein oder anderen Hörer bitter aufstoßen könnte.
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Donnerstag, 11. November 2010
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Ich bin eine Frau.
Unlängst las ich diverse Artikel zum Thema Alt-Feminismus und Jung-Feminismus. Ich begann darüber nachzudenken, was Feminismus für mich bedeutet und wieso es eigentlich zu Streitigkeiten zwischen Alt und Jung und bei den Jungen auch noch untereinander kommt.
Für mich bedeutet Feministin in erster Linie eine Frau zu sein, die sich für Themen, die Frauen interessieren sollten (dazu gleich mehr) interessiert und einsetzt. Es heißt auch selbstständig zu sein, ohne die eigene Weiblichkeit aufzugeben.
Es gab mal eine Zeit, in der fingen die Frauen an, Hosenanzüge zu tragen und sich mit Ellenbogen und Verbissenheit ihre Plätze in den oberen Reihen von Firmen und Politik zu erkämpfen. Sie sind ausgebrochen aus den 3Ks (Küche, Kinder, Kirche), die sie bis dahin gefangenhielten und haben der heutigen Generation von Frauen vieles ermöglicht. DANKE!
Meiner Meinung nach lassen jene Frauen allerdings an Weiblichkeit vermissen. Klar, wir können leisten wie Männer, das haben uns jene Frauen bewiesen. Aber nachwievor sind wir Frauen und können stolz darauf sein, welche zu sein, wir sollten daher auch zeigen, dass wir darauf stolz sind.
Heutzutage beschäftigen sich Feminist(inn)en mit einem sehr breiten Spektrum an Problemen.
Frauen besetzen wichtige Posten in Politik und Wirtschaft. Trotzdem verdienen sie nicht das Selbe wie ein Mann in vergleichbarer Position. Im Durchschnitt gibt es in Deutschland eine Diskrepanz von über zwanzig Prozent (laut neuester Studien soll das aber an Berufswahl, schlechtere Ausbildung und Teilzeit liegen... und die angeblich wirkliche Diskrepanz nur bei acht Prozent. Hab nur leider noch nicht selbst die Statistik gesehen und kann das nur vom Hören-Sagen wiederholen!).
Frauen bekommen Kinder. Männer zeugen sie zwar, aber Frauen sind schwanger und müssen stillen. Aber genauso wollen sie wieder arbeiten gehen. Die Elternzeit, die ein Mann in Anspruch nehmen kann, dauert auch nicht ewig, vielleicht müssen auch beide so schnell wie möglich wieder arbeiten, um das nötige Geld in die Haushaltskasse zu bringen. Heute sind die Tage der Flexibilität, wievielen fehlen die (nicht arbeitenden) Großeltern in der Nähe und sie sind auf Krippen- und Kindergartenplätze angewiesen. Je nach Region wird es da dann schwierig.
Dazu kommen die Diskussionen über Sexismus, Belange von Sexarbeiterinnen, Genitalverstümmelungen, die Frauenfrage in anderen Ländern generell, Genderspeech, Gewalt gegen Frauen, Intersexualität....
Mit all diesen Themen und noch mehr beschäftigen sich die Feminist(inn)en von heute. Alle jene Ströme (und auch Gegenströme) vereinen sich unter dem Feminismus. Ich muss nicht zu jedem eine Meinung vertreten. Ich darf Prioritäten setzen.
Vielleicht würde es helfen, von der Kategorisierung Abstand zu nehmen, wer wahre Feminstin ist und stattdessen in sich selbst einfach nach einer kleinen Feministin suchen. Es würde sicher auch helfen, wenn jene, die schon etwas weiter sind - die auf die Strasse gehen für ihre Belange, Unterschriften sammeln, Briefe und Emails schreiben - nicht jedesmal gleich losfauchen würden, wenn eine Frau entdeckt hat, dass sie eine Frau ist und als solche das Verlangen, Ungerechtigkeiten zwischen Mann und Frau zu verringern und abzuschaffen wünscht, aber nicht gleich anfängt in Genderspeech zu schwadronieren und nicht völlig unabhängig von der Männerwelt und dem normativen Lebensbild von Familie, Haus und Hund ist.
Meine liebe Damen, sowas schreckt ab. Statt mehr Engagement kommt nur Trotz und Abkehr von der Idee. Und ich wüßte nicht, dass sich die Frauenbewegung es sich leisten kann, auf unterstützende Frauen zu verzichten.
Meiner Meinung nach hat jede Frau zu dem ein oder anderen Thema was zu sagen, aber viele nutzen diese Chance nicht, oder ereifern sich nur im kleinen Kreis darüber. Teils weil sie nicht wissen, wie sie sich engagieren können, teils weil sie ein Bild im Kopf haben wenn es um Feminismus geht, dass sie abschreckt. Dabei würde es doch helfen, wenn ALLE wenigstens ein BISSCHEN was beitragen. Wenn alle erkennen würden, dass Feminismus nicht nur in Hosenanzügen, verkniffenem Gesicht und andauernden Diskussionen daherkommt. Sondern in jeder von uns steckt.
Ich mag rosa, lila, rot. Ich trag gern Make-Up und mache mich gern hübsch. Ich kokettiere, ich koche, ich kümmer mich um jene die ich mag. Ich lass mir beim weggehen auch gerne einen ausgeben. Wenn was repariert werden muss, oder schwere Dinge getragen werden müssen, frag ich gern einen Mann aus der Bekanntschaft. Genderspeech find ich gewöhnungsbedürftig. Ich träume von Haus und Familie mit Hund. Ich sehe Klichees, die da sind und in den Köpfen der Menschen stecken und nutze sie aus, um meine Meinung denen klar zu machen, die in Klichees denken.
So viele Dinge, die angeblich im Feminismus nichts zu suchen haben.
Bin ich deswegen gleich weniger Feministin?
Ich denke nicht. Ich les diverse Blogs mit, um mich über frauenrelevante Themen zu informieren und schreib auch meine eigenen Beiträge zu dem Thema. Ich beteilige mich an Unterschriftenaktionen und mache sie bekannt, um auch andere dazu zu animieren, zu unterschreiben. Erzählt mir eine Bekannte, dass sie Angst hat, sich von ihrem furchtbaren Freund zu trennen, weil sie dann alleine wäre, versuche ich ihr zu zeigen, dass man davor keine Angst haben braucht. Wenn ich ausgehe, nehm ich Geld mit, denn ich gehe nicht davon aus, dass man mir was ausgibt. Ich träume von einem Beruf, der mir Spaß macht und Geld bringt. Ich bin selbstständig und versuche mich zu engagieren.
Ich bin eine Frau. Und ich bin Feministin.
Vielleicht wäre es einfacher, nur die selbstständige, interessierte Frau in Euch anzusprechen, statt der Feministin. Labels sind heutzutage ja auch so unbeliebt. Und leider assoziieren die meisten mit dem des Feminismus militante Anhänger, weil nur jene von sich reden machen. Oder man denkt an Kaffeekräzchen von zum Beispiel Frauenreferaten, die ihre Zeit damit vergeuden, wie sie sich am Besten nennen, um ein möglichst breites Interessenspektrum zu suggerieren und Mitglieder anzulocken. Weil Frauenreferat scheint ja nicht genau genug zu sein. Schaut man sich als neugierige Frau in feministischen Foren und Blogs(ammlungen) um, schrecken einen vielleicht die ein oder anderen Themen oder der Ton der Feministinen ab. Was folgt ist Verlust am Interesse eines Themas und dadurch fehlendes Engagement. Alleine fällt es jede(r) schwer, etwas nachhaltig zu ändern. Aber zusammen unter einem Banner können wir etwas erreichen. Nicht nur für die Fordernden, sondern auch für jene, die (noch) nicht die Kraft aufbringen können, etwas zu ändern. Weil sie glauben, dass besser als vor 30 Jahren schon gut genug bedeutet und noch nicht erkannt haben, dass gut genug nicht immer bedeutet, dass es reicht. Oder auch für jene, die noch keine eigene Stimme haben, weil sie noch Zukunft sind.
Und wenn wir uns einig sind, dass nachwievor etwas getan werden muss, wieso nicht die Interessierten und Engagierten unter einem Banner vereinen, für dass es schon einen Namen gibt?
Und da es um Frauenbelange geht, warum nicht Feminismus?
Warum befreien wir nicht dieses WORT von all den alten Klischees und Vorurteilen, dass es heutzutage noch begleitet? Indem wir Frauen, die selbstständig sind und sich engagiern wollen, wir aufstehen und sagen: "Ich bin eine Frau. Ich bin Feministin!"
Und im Übrigen, ja ich weiß, es gibt auch Männer, die Feministen sind. DANKE auch an euch, dass ihr uns unterstützt.
Ich weiß auch, dass Gleichberechtigung nicht nur zwischen Frau und Mann, sondern auch zwischen Behinderte und Nichtbehinderte, Schwarz und Weiß, Hetero und Homo herrschen sollte. Aber jede dieser Gruppen hat ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche und hier an dieser Stelle geht es mir nun mal gerade um Frauen und deren Bedürfnisse und Wünsche.
Für mich bedeutet Feministin in erster Linie eine Frau zu sein, die sich für Themen, die Frauen interessieren sollten (dazu gleich mehr) interessiert und einsetzt. Es heißt auch selbstständig zu sein, ohne die eigene Weiblichkeit aufzugeben.
Es gab mal eine Zeit, in der fingen die Frauen an, Hosenanzüge zu tragen und sich mit Ellenbogen und Verbissenheit ihre Plätze in den oberen Reihen von Firmen und Politik zu erkämpfen. Sie sind ausgebrochen aus den 3Ks (Küche, Kinder, Kirche), die sie bis dahin gefangenhielten und haben der heutigen Generation von Frauen vieles ermöglicht. DANKE!
Meiner Meinung nach lassen jene Frauen allerdings an Weiblichkeit vermissen. Klar, wir können leisten wie Männer, das haben uns jene Frauen bewiesen. Aber nachwievor sind wir Frauen und können stolz darauf sein, welche zu sein, wir sollten daher auch zeigen, dass wir darauf stolz sind.
Heutzutage beschäftigen sich Feminist(inn)en mit einem sehr breiten Spektrum an Problemen.
Frauen besetzen wichtige Posten in Politik und Wirtschaft. Trotzdem verdienen sie nicht das Selbe wie ein Mann in vergleichbarer Position. Im Durchschnitt gibt es in Deutschland eine Diskrepanz von über zwanzig Prozent (laut neuester Studien soll das aber an Berufswahl, schlechtere Ausbildung und Teilzeit liegen... und die angeblich wirkliche Diskrepanz nur bei acht Prozent. Hab nur leider noch nicht selbst die Statistik gesehen und kann das nur vom Hören-Sagen wiederholen!).
Frauen bekommen Kinder. Männer zeugen sie zwar, aber Frauen sind schwanger und müssen stillen. Aber genauso wollen sie wieder arbeiten gehen. Die Elternzeit, die ein Mann in Anspruch nehmen kann, dauert auch nicht ewig, vielleicht müssen auch beide so schnell wie möglich wieder arbeiten, um das nötige Geld in die Haushaltskasse zu bringen. Heute sind die Tage der Flexibilität, wievielen fehlen die (nicht arbeitenden) Großeltern in der Nähe und sie sind auf Krippen- und Kindergartenplätze angewiesen. Je nach Region wird es da dann schwierig.
Dazu kommen die Diskussionen über Sexismus, Belange von Sexarbeiterinnen, Genitalverstümmelungen, die Frauenfrage in anderen Ländern generell, Genderspeech, Gewalt gegen Frauen, Intersexualität....
Mit all diesen Themen und noch mehr beschäftigen sich die Feminist(inn)en von heute. Alle jene Ströme (und auch Gegenströme) vereinen sich unter dem Feminismus. Ich muss nicht zu jedem eine Meinung vertreten. Ich darf Prioritäten setzen.
Vielleicht würde es helfen, von der Kategorisierung Abstand zu nehmen, wer wahre Feminstin ist und stattdessen in sich selbst einfach nach einer kleinen Feministin suchen. Es würde sicher auch helfen, wenn jene, die schon etwas weiter sind - die auf die Strasse gehen für ihre Belange, Unterschriften sammeln, Briefe und Emails schreiben - nicht jedesmal gleich losfauchen würden, wenn eine Frau entdeckt hat, dass sie eine Frau ist und als solche das Verlangen, Ungerechtigkeiten zwischen Mann und Frau zu verringern und abzuschaffen wünscht, aber nicht gleich anfängt in Genderspeech zu schwadronieren und nicht völlig unabhängig von der Männerwelt und dem normativen Lebensbild von Familie, Haus und Hund ist.
Meine liebe Damen, sowas schreckt ab. Statt mehr Engagement kommt nur Trotz und Abkehr von der Idee. Und ich wüßte nicht, dass sich die Frauenbewegung es sich leisten kann, auf unterstützende Frauen zu verzichten.
Meiner Meinung nach hat jede Frau zu dem ein oder anderen Thema was zu sagen, aber viele nutzen diese Chance nicht, oder ereifern sich nur im kleinen Kreis darüber. Teils weil sie nicht wissen, wie sie sich engagieren können, teils weil sie ein Bild im Kopf haben wenn es um Feminismus geht, dass sie abschreckt. Dabei würde es doch helfen, wenn ALLE wenigstens ein BISSCHEN was beitragen. Wenn alle erkennen würden, dass Feminismus nicht nur in Hosenanzügen, verkniffenem Gesicht und andauernden Diskussionen daherkommt. Sondern in jeder von uns steckt.
Ich mag rosa, lila, rot. Ich trag gern Make-Up und mache mich gern hübsch. Ich kokettiere, ich koche, ich kümmer mich um jene die ich mag. Ich lass mir beim weggehen auch gerne einen ausgeben. Wenn was repariert werden muss, oder schwere Dinge getragen werden müssen, frag ich gern einen Mann aus der Bekanntschaft. Genderspeech find ich gewöhnungsbedürftig. Ich träume von Haus und Familie mit Hund. Ich sehe Klichees, die da sind und in den Köpfen der Menschen stecken und nutze sie aus, um meine Meinung denen klar zu machen, die in Klichees denken.
So viele Dinge, die angeblich im Feminismus nichts zu suchen haben.
Bin ich deswegen gleich weniger Feministin?
Ich denke nicht. Ich les diverse Blogs mit, um mich über frauenrelevante Themen zu informieren und schreib auch meine eigenen Beiträge zu dem Thema. Ich beteilige mich an Unterschriftenaktionen und mache sie bekannt, um auch andere dazu zu animieren, zu unterschreiben. Erzählt mir eine Bekannte, dass sie Angst hat, sich von ihrem furchtbaren Freund zu trennen, weil sie dann alleine wäre, versuche ich ihr zu zeigen, dass man davor keine Angst haben braucht. Wenn ich ausgehe, nehm ich Geld mit, denn ich gehe nicht davon aus, dass man mir was ausgibt. Ich träume von einem Beruf, der mir Spaß macht und Geld bringt. Ich bin selbstständig und versuche mich zu engagieren.
Ich bin eine Frau. Und ich bin Feministin.
Vielleicht wäre es einfacher, nur die selbstständige, interessierte Frau in Euch anzusprechen, statt der Feministin. Labels sind heutzutage ja auch so unbeliebt. Und leider assoziieren die meisten mit dem des Feminismus militante Anhänger, weil nur jene von sich reden machen. Oder man denkt an Kaffeekräzchen von zum Beispiel Frauenreferaten, die ihre Zeit damit vergeuden, wie sie sich am Besten nennen, um ein möglichst breites Interessenspektrum zu suggerieren und Mitglieder anzulocken. Weil Frauenreferat scheint ja nicht genau genug zu sein. Schaut man sich als neugierige Frau in feministischen Foren und Blogs(ammlungen) um, schrecken einen vielleicht die ein oder anderen Themen oder der Ton der Feministinen ab. Was folgt ist Verlust am Interesse eines Themas und dadurch fehlendes Engagement. Alleine fällt es jede(r) schwer, etwas nachhaltig zu ändern. Aber zusammen unter einem Banner können wir etwas erreichen. Nicht nur für die Fordernden, sondern auch für jene, die (noch) nicht die Kraft aufbringen können, etwas zu ändern. Weil sie glauben, dass besser als vor 30 Jahren schon gut genug bedeutet und noch nicht erkannt haben, dass gut genug nicht immer bedeutet, dass es reicht. Oder auch für jene, die noch keine eigene Stimme haben, weil sie noch Zukunft sind.
Und wenn wir uns einig sind, dass nachwievor etwas getan werden muss, wieso nicht die Interessierten und Engagierten unter einem Banner vereinen, für dass es schon einen Namen gibt?
Und da es um Frauenbelange geht, warum nicht Feminismus?
Warum befreien wir nicht dieses WORT von all den alten Klischees und Vorurteilen, dass es heutzutage noch begleitet? Indem wir Frauen, die selbstständig sind und sich engagiern wollen, wir aufstehen und sagen: "Ich bin eine Frau. Ich bin Feministin!"
Und im Übrigen, ja ich weiß, es gibt auch Männer, die Feministen sind. DANKE auch an euch, dass ihr uns unterstützt.
Ich weiß auch, dass Gleichberechtigung nicht nur zwischen Frau und Mann, sondern auch zwischen Behinderte und Nichtbehinderte, Schwarz und Weiß, Hetero und Homo herrschen sollte. Aber jede dieser Gruppen hat ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche und hier an dieser Stelle geht es mir nun mal gerade um Frauen und deren Bedürfnisse und Wünsche.
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